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Cyber Ranges Federation – verbesserte Cyberfähigkeit durch Zusammenarbeit

Ministerium der Verteidigung 4.11.2019 11.43
Kolumne

Beim Projekt Cyber Ranges Federation wird ein geschlossener, EU-weiter virtueller Raum für Cyberübungen gebaut, der den Verteidigungsverwaltungen der Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt wird. Die Mitgliedstaaten sollen über erhöhte Kapazitäten verfügen und bessere Übungen durchführen können, damit sie für Bedrohungen im Cyberbereich künftig besser gerüstet sind.

An diesem im Mai 2017 gestarteten Projekt nehmen elf EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Weltraumorganisation ESA teil. Die erste Phase dieses Projektes, das im Verwaltungsrahmen der Europäischen Verteidigungsagentur EDA ausgerichtet wird, wird Ende 2019 unter der Leitung Finnlands abgeschlossen.

Dabei sollen nationale virtuelle Übungsräume im Cyberbereich vernetzt werden und bewährte Tools zusammengezogen sowie allen EU-Mitgliedstaaten nach dem Pooling&Sharing-Grundsatz zur Verfügung gestellt werden. Dies ermöglicht Cyberübungen für alle interessierten EU-Mitgliedstaaten auch dann, wenn diese nicht über die entsprechenden virtuellen Räume verfügen. Die Teilnahme am Projekt hilft den Mitgliedstaaten auch dabei, eigene nationale Übungsräume im Cyberbereich zu entwickeln.

Arbeit zur Entwicklung eines gemeinsamen Raums für Cybersicherheit schreitet voran

Hochschuleinrichtungen haben sich eng am Projekt Cyber Ranges Federation beteiligt. Aus Finnland beteiligt sich JYVSECTEC, das Zentrum für Cybersicherheit der Fachhochschule Jyväskylä mit seinem virtuellen Raum für Cyberübungen RGCE (Realistic Global Cyber Environment). Dieses übernahm auch die Hauptverantwortung für die Planung und den Bau sowie die Ausarbeitung der technischen Bestimmungen der für diesen virtuellen Raum notwendigen technischen Plattform.

Der Ausbau der Kapazitäten im Bereich der Cybersicherheit ist in sämtlichen europäischen Ländern ein fortlaufender Prozess. Daher wird das Projekt in den kommenden Jahren in koordinierter Weise fortgesetzt: Der nunmehr gemeinsam gebaute virtuelle Raum wird weiterentwickelt und dessen Nutzung für möglichst viele EU-Staaten ausgeweitet. Es wird unter anderem geplant, den Raum bei den von der EU jährlich organisierten Cyberübungen zu verwenden.

In Finnland wird während EU Combined Cyber and Hybrid Week am 6. November eine Veranstaltung organisiert, bei der im Projekt gebaute virtuelle Raum vorgestellt wird. Dieser bildet jedoch erst die Grundlage für die weitere wichtige Arbeit, die auf den Kapazitätenausbau im Cybersicherheitsbereich auf der Ebene der gesamten EU abzielt.

Harri Reini, Projektleiter, Ministerium der Verteidigung