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EU-Fachtagung zur Anonymisierung von Gerichtsdokumenten

Ministerium der Justiz 4.9.2019 10.15
Presseaussendung
Foto: Kirsty Pargeter, Rodeo

Das finnische Justizministerium veranstaltet am 5. September in Helsinki ein Seminar mit dem Thema elektronische Verarbeitung sowie Anonymisierung und Pseudonymisierung personenbezogener Daten in Gerichtsentscheidungen. An dieser Fachtagung im Rahmen des finnischen EU-Ratsvorsitzes nehmen etwa 70 Sachverständige aus verschiedenen EU-Staaten teil.

Dabei sollen mehr Erfahrungen und Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie man personenbezogene Daten in Dokumenten anhand von Online-Anwendungen oder Programmen abdecken kann, um die Dokumente für unterschiedliche Zwecke veröffentlichen zu können. Außerdem sollen Anwendungsmöglichkeiten für künstliche Intelligenz bei der Abdeckung von personenbezogenen Daten vorgestellt werden.

Das Thema der Veranstaltung ist eng mit dem vom finnischen Justizministerium betriebenen Projekt „Anoppi“ verbunden. Bei diesem Projekt werden elektronische Instrumente zur Verarbeitung und Abdeckung von personenbezogenen Daten in Gerichtsentscheidungen erarbeitet. Finnland stellt auf der Tagung Anwendungen vor, deren Probelauf bei Gerichten in der ersten Jahreshälfte 2020 beginnt.

Frankreich und Österreich wiederum stellen ihre nationalen Projekte zur Anonymisierung und Pseudonymisierung von Dokumenten vor. In Bezug auf EU-Institutionen wird die Anonymisierung und Pseudonymisierung von personenbezogenen Daten im Amtsblatt der EU, in Entscheidungen des EU-Gerichtshofs und anderen amtlichen Veröffentlichungen behandelt.                                      

Darüber hinaus wird die Möglichkeit zur Vertiefung der Zusammenarbeit und zu gemeinsamen Projekten geprüft.

Weitere informationen

Aki Hietanen, Entwicklungsleiter, Justizministerium, Tel. +358 295 150 510, aki.hietanen(a)om.fi