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Zukunft der Verteidigungszusammenarbeit Thema der EU-Verteidigungsministertagung in Helsinki

EU2019FIMinisterium der Verteidigung 12.8.2019 15.35
Presseaussendung

Neue Technologien und sich ändernde globale Bedingungen werden bei der informellen Tagung der Verteidigungsministerinnen und -minister der EU vom 28. bis 29. August 2019 auf der Tages-ordnung stehen. Die Ministerinnen und Minister tauschen sich u. a. über künstliche Intelligenz sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf Sicherheit und Verteidigung aus.

Den Vorsitz führt die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini. Verteidigungsminister Antti Kaikkonen vertritt auf der Tagung den Vorsitz im Rat der Europäischen Union.

Schwung durch neue Technologien

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung verändern unsere Gesellschaft grundlegend. Dies wirkt sich auch auf den Bereich der Verteidigung aus. Finnland möchte eine Diskussion über die Entwicklung künstlicher Intelligenz sowie die Folgen der Digitalisierung anregen und die Nutzung dieser beiden Aspekte bei der Verteidigungsentwicklung der EU vorantreiben.

„Neue Technologien, wie künstliche Intelligenz, verändern das verteidigungspolitische Handlungsumfeld. Bei der Entwicklung und der Nutzung dieser Technologien müssen wir zusammenarbeiten. Durch diese Zusammenarbeit gewinnt die EU die Möglichkeit, Einfluss auf die Richtung der internationalen Entwicklung in diesem Bereich zu nehmen“, führt Verteidigungsminister Kaikkonen aus.

Die informelle Ministertagung beginnt mit einem Gedankenaustausch über künstliche Intelligenz und neue Technologien. Diesen Gedankenaustausch führen die Ministerinnen und Minister gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten aus dem Privatsektor. Sie vertiefen somit das Verständnis sowohl über die Möglichkeiten als auch die Herausforderungen, die künstliche Intelligenz und neue Technologien für den Verteidigungssektor bieten. Außerdem sind Vertreterinnen und Vertreter der NATO, der Vereinten Nationen und des von der Hohen Vertreterin Mogherini ins Leben gerufenen Global Tech Panel zum Gedankenaustausch eingeladen.

Die Ministerinnen und Minister tauschen sich in Helsinki u. a. darüber aus, wie künstliche Intelligenz für die Verteidigungsentwicklung der EU genutzt werden kann und wie sichergestellt werden kann, dass die EU mit der technischen Entwicklung weltweit Schritt hält. Ebenso diskutieren die Ministerinnen und Minister ethische und rechtliche Fragen hinsichtlich Digitalisierung und künstliche Intelligenz.

Verteidigungszusammenarbeit – ein Eckpfeiler für umfassende Sicherheit

In den vergangenen Jahren wurde die Verteidigungszusammenarbeit der EU erheblich vertieft. Der finnische Vorsitz stützt diese Entwicklung und unterstreicht die Bedeutung der EU für die Schaffung neuer Chancen in diesem Bereich.

Bei der Verteidigungszusammenarbeit geht es um die Stärkung der Verteidigung der Mitgliedstaaten durch die Nutzung von EU-Instrumenten. In den letzten Jahren wurde diese Zusammenarbeit in eine umfassendere Richtung entwickelt, um immer mehr Bereiche abzudecken. So dient der Europäischer Verteidigungsfond beispielsweise der Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Auf praktischer Ebene wird die Mobilität von Truppen und militärischem Gerät in Europa erleichtert.

Die EU vertieft ihre Verteidigungszusammenarbeit in enger Kooperation mit ihren Partnern. An der informellen Ministertagung in Helsinki nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter der NATO sowie der Vereinten Nationen teil.

„Die Bedeutung der Verteidigungszusammenarbeit ist in den letzten Jahren gewachsen. Es ist wichtig, dass wir diese Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln angehen und dabei auch die Zukunft im Blick haben“, erklärt Verteidigungsminister Kaikkonen.

In ihrer ersten Arbeitssitzung am 29. August tauschen sich die Ministerinnen und Minister über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bereiche Sicherheit und Verteidigung aus. Anschließend diskutieren sie das Thema maritime Sicherheit und führen bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Außenministerinnen und -ministern einen Gedankenaustausch über hybride Bedrohungen. Zur Behandlung stehen die vorläufigen Ergebnisse und Erfahrungen aus den szenariobasierten Diskussionen hinsichtlich einer fiktiven hybriden Gefahrensituation im Juli. Dadurch soll die Krisenfestigkeit der EU verbessert und das Bewusstsein über hybride Bedrohungen verstärkt werden.

Weitere Informationen

Tuomas Koskenniemi, Fachreferent, Verteidigungsministerium, Tel.: +358 295 140 140.058, [email protected]
Kristian Vakkuri, Fachreferent, Verteidigungsministerium, Tel.: +358 295 140 123, [email protected] (Interviewanfragen)

Antti Kaikkonen