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Timo Ritonummi: SET-Plan-Konferenz im Zeichen der Herausforderung des Klimawandels – Förderung emissionsarmer Technologie im Rampenlicht

Ministerium für Arbeit und Wirtschaft 29.10.2019 8.53
Kolumne
Foto: Ministerium für Arbeit und Wirtschaft

Die Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaschutzübereinkommens haben die Ziele für die Verringerung von Treibhausgasemissionen bereits hoch gesteckt. Einige Staaten haben sich allerdings noch ambitioniertere Ziele gesetzt, so wie Finnland, dessen Ziel die Kohlendioxidneutralität bis 2035 ist. In Helsinki kommen Mitte November Fachleute aus der Energiebranche zur finnischen Konferenz des Europäischen Strategischen Energieplans, dem SET-Plan, zusammen, um sich über Technologie im Energiebereich sowie emissionsarme Technologie auszutauschen sowie zu erörtern, wie Forschung und Innovation in der Energiebranche genutzt werden können, um für den Klimaschutz positive Lösungen zu fördern.

Am SET-Plan beteiligen sich die 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen, die Schweiz und die Türkei. Fortschritte bei diesem Plan evaluieren die Teilnehmerstaaten auf der jährlich stattfindenden SET-Plan-Konferenz. Dazu kommen bei der diesjährigen Konferenz am 14. und 15. November in der Finlandia-Halle in der finnischen Hauptstadt Helsinki mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter von Industrie, Forschung und öffentlicher Verwaltung zusammen. Sie werden gemeinsam Maßnahmen zur Umsetzung der gemeinsamen Ziele in den Bereichen Emissionsreduktion, erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu erörtern.

Die Diskussionen drehen sich um die Themen Industrie, erneuerbare Energien und Atomkraft, Elektrizitätsnetze, zukünftige Antriebskräfte im Verkehrsbereich sowie Finanzierung. Die Eröffnungsrede hält Ministerpräsident Antti Rinne. An der Podiumsdiskussion beteiligen sich unter anderem der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie WMO Petteri Taalas sowie die für Nachhaltigkeit, Technologie und Perspektiven zuständige Direktorin der Internationalen Energieagentur IEA Mechthild Wörsdörfer. Es wird eine aktive Diskussionskultur angestrebt.

In den Bereichen Emissionsreduktion, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung spielen Anstrengungen bei Forschung, Entwicklung und Innovation eine essentielle Rolle. Die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und Anwendung moderner Technologie müssen schneller als bisher vonstattengehen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dies ist insofern eine große Herausforderung, als sämtliches Handeln immer auch im Sinne der Kosteneffizienz geschehen muss. Für Europa besteht die Herausforderung darin, dass uns andere Staaten und Erdteile bei der Anwendung moderner Technologien trotz unserer guten Performance bei grundlegenden Forschungstätigkeiten überholt haben.

Im Rahmen des 2008 initiierten SET-Plans sollen nun Erfahrungen ausgetauscht, europäische Kräfte zusammengezogen und gemeinsame Projekte geschaffen werden. Im Kern dessen stehen die 14 Maßnahmenpläne und ihre Implementierung. Daran beteiligt sind Industrie und Forschung sowie die Mitgliedstaaten des SET-Plans und die Europäische Kommission.

Timo Ritonummi, Ministerialrat