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EU-Ministertagung erörtert Forschung und Innovation als Antrieb für nachhaltiges Wachstum

EU2019FI 4.7.2019 16.10 | Auf Deutsch veröffentlicht am 4.7.2019 um 17.41 Uhr
Presseaussendung
Kuva: Staatskanzlei 

Die Hauptthemen des ersten Tages der informellen Tagung der Ministerinnen und Minister für Wettbewerbsfähigkeit waren Forschungs- und Innovationspolitik sowie das anstehende Programm „Horizont Europa“. Aus den Diskussionen konnte ein Beitrag für weitere Anstrengungen in Bezug auf die für den finnischen Vorsitz im Rat der EU prioritäre Agenda für nachhaltiges Wachstum gewonnen werden.

Die Ministertagung fand am 4. Juli 2019 in Helsinki statt. Den Vorsitz führte Wirtschaftsministerin Katri Kulmuni. Außerdem nahm Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation Carlos Moedas an der Tagung teil. Die Ministertagung wird am 5. Juli fortgesetzt.

Forschung und Innovation unverzichtbar für europäisches Wachstum

Bei der Schaffung wirtschaftlichen Wachstums steht Europa vor entscheidenden Herausforderungen, wie dem digitalen Wandel, der schnellen technologischen Entwicklung, dem internationalen Wettbewerb und Klimawandel. Die Forschungs- und Innovationspolitik der EU stellt ein wichtiges Werkzeug dar, um diesen Herausforderungen entgegenzutreten und sie in Chancen umzuwandeln.

„Nachhaltigkeit, vor allem im Klimaschutzbereich, wird immer wichtiger, um globale Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand für die Bürgerinnen und Bürger zu garantieren. Deshalb ist Nachhaltigkeit auch eine wichtige Priorität unseres Vorsitzes. Europa muss die Chancen, die Forschung und Innovation eröffnen, nutzen, um eine klimaneutrale Wirtschaft zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie auf eine neue Ebene zu heben“, führt Wirtschaftsministerin Katri Kulmuni aus.

„Eine der zentralen Schlussfolgerungen unserer Diskussionen war, dass die Forschungs- und Innovationspolitik ein zentraler, horizontaler Teil der zukünftigen Wachstumsagenda der Union sein solle. Die heutigen Gespräche haben wertvolle Inhalte für die Vorbereitung und Umsetzung einer innovationsbasierten Wachstumsagenda für die EU geliefert“, so Kulmuni weiter.

„Horizont Europa“ – ein strategisches Instrument

Die Ministerinnen und Minister erörterten auch einen auftragsorientierte Ansatz in Bezug auf das anstehende EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont Europa“. Die Europäische Kommission hat für das Programm ein Budget von ca. 100 Mrd. € für den Zeitraum 2021–2027 veranschlagt. Das Programm soll dabei helfen, neues Wissen und neue Technologien zu schaffen, wissenschaftliche Expertise besser zu forcieren, soziale und ökologische Fortschritte zu erzielen und die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum zu fördern. Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller auf den Markt zu bringen und Innovationen in erfolgreiche Geschäftsmodelle umzuwandeln.

Professorin Mariana Mazzucato vom Londoner Institute for Innovation and Public Purpose hielt vor der Ministerrunde eine Keynote-Rede über eine der wichtigsten Initiativen des Programms, den auftragsorientierten Ansatz. Durch die Finanzierung konkreter Aufträge soll „Horizont Europa“ dazu beitragen, Forschung und Entwicklung zu nutzen, um dringende globalen Herausforderungen wie Krebserkrankungen, Klimawandel, saubere Ozeane, klimaneutrale Städte und Böden anzugehen. Die Europäische Kommission gab am 4. Juli 2019 offiziell den Startschuss für die Aufträge und ernannte die Auftragsmanager.

„Auftragsorientierte Forschung ist ein spannender Zusatz für ‚Horizont Europa‘, das weltweit größte Forschungs- und Innovationsprogramm. Die neuen Aufträge haben das Potential, bessere und sichtbarere Lösungen für komplexe Probleme zu liefern und einen innovationsorientierten Wandel hin zu Nachhaltigkeit zu fördern. Es freut mich, dass die Kommission heute auf unserer Tagung in Helsinki die Vorsitzenden der Missionsbeiräte ernannt hat“, sagt Ministerin Kulmuni.

Botschaften für die Wachstumspolitik der kommenden fünf Jahre

Neben Professorin Mazzucato hielten auch Professorin Sylvia Schwaag Serger von der Universität Lund, Kjell Forsén, CEO der Vaisala Gruppe, sowie der Mitgründer und CSO von ICEYE Pekka Laurila Keynote-Reden.

Die Ergebnisse der Tagung in Helsinki werden in die Vorbereitungen der Tagungen des Rates „Wettbewerbsfähigkeit“ im September und November 2019 einfließen. Ziel ist das Festlegen zentraler Botschaften im Bereich Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit des Rates „Wettbewerbsfähigkeit“ an die neue Europäischen Kommission für die kommenden fünf Jahre. Der finnische Vorsitz unterstreicht, dass die EU einen Plan für Wachstum benötigt, um auf den globalen Märkten wettbewerbsfähiger zu werden und die nachhaltige Natur des Wachstums, sowohl auf ökologischer als auch auf sozialer Ebene, sicherzustellen.

Finnland führt den Vorsitz im Rat der Europäischen Union vom 1. Juli bis 31. Dezember 2019. Dabei leitet Finnland sowohl die formellen Tagungen des Rates in Brüssel und Luxemburg als auch die informellen Ministertagungen in Finnland. In der Finlandia-Halle in Helsinki finden sechs informelle Ministertagungen und eine Vielzahl an Fachtagungen und Arbeitsgruppensitzungen statt.

Weitere Informationen

Nina Alatalo, persönliche Referentin der Ministerin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 50 431 8015, Twitter @AlataloNina
Janne Känkänen, Direktor für EU- und internationale Angelegenheiten, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 29 506 4200, Twitter @janne_kankanen
Anniina Lehtonen, Referntin, Öffentlichkeitsarbeit, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 50 476 3736, Twitter @AnniinaLeh