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Berufliche Kompetenzen und die Revolution der Arbeitswelt 

Technologische Umbrüche, neue Formen von Arbeit und die daraus neue Nachhfrage beruflicher Kompetenzen haben in den letzten Jahren die beschäftigungspolitische Diskussion auch auf Unionsebene geprägt. Die Förderung beruflicher Kompetenzentwicklung ist ein logischer Ausgangspunkt für den finnischen Ratsvorsitz.

Die Plattformwirtschaft, technologische Entwicklungen und künstliche Intelligenz haben die Strukturen unserer Wirtschaft, verschiedene Berufsfelder und -tätigkeiten, aber auch unser Verständnis für den Begriff Arbeit für immer verändert. Die Sicherung professioneller Kompetenzen stellt für Europa eine Schicksalsfrage dar. Die Bedeutung von Europas menschlichem Kapital für den Erfolg unseres Kontinents ist hinlänglich bekannt.

Allerdings gibt es zwischen den Mitgliedstaaten noch viele Unterschiede was die Entwicklung professioneller Expertise und Kompetenzen anbelangt. Die EU muss ein Modell finden, an dessen Spitze eine sozial und wirtschaftlich starke und faire Union steht. Dieses Ziel kann die Union nicht ohne die notwendige Unterstützung und das notwendige Vertrauen aus den Reihen der Bevölkerung erreichen.

EU-Kompetenzstrategie als Unterstützung für Mitgliedstaaten

Unabhängig vom Bildungshintergrund muss professionelle Kompetenzentwicklung flexibel sein und während der gesamten Berufslaufbahn als nachhaltiges, lebenslanges Lernen verstanden werden. Auf EU-Ebene sind dabei bei der Umsetzung noch Herausforderungen zu bewältigen. Wir müssen uns sowohl auf die grundsätzlichen Fähigkeiten unserer Bürgerinnen und Bürger konzentrieren, als auch spezielle Kompetenzen in Hinblick auf den internationalen Wettbewerb stärker in den Fokus rücken. In Zukunft werden Planung, Information und Guidance bei der Kompetenzentwicklung immer wichtiger werden. Deshalb veranstaltet Finnland als Teil der European Vocational Skills Week eine EU-Konferenz zu den Themen lebenslanges Lernen und Kompetenzentwicklung.

Die Investition in Humankapital muss eine strategische Entscheidung sein, die der Festigung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit dient. Wir benötigen eine EU-Kompetenzstrategie, die auf Wissen und konkretem Können beruht und sich an den Realitäten der Arbeitswelt orientiert. Die EU muss ihre Mitgliedstaaten aktiv dabei stärken, lebenslanges Lernen zu forcieren.

Zusätzlich brauchen wir starke Anreize und europäische Best Practice. Eine zielgerichtetere Ausschüttung von EU-Finanzmitteln zur echten Förderung des lebenslangen Lernens muss ebenso angestrebt werden.

Verfügbarkeit und Mobilität von Arbeitskräften essentielle Fragen

Zum den Problemen, dass freie Stellen und Arbeitskräfte sich oft gegenseitig nicht finden und Fachkräfte schwer verfügbar sind, gehört auch die Beschäftigung derjenigen, die auf dem Arbeitsmarkt am schwächsten gestellt sind. Dies ist am besten anhand von Qualifikations- und Kompetenzentwicklung anzugehen. Als Vorsitz möchte Finnland durch entsprechende Schlussfolgerungen des Rates über die Erhöhung der Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt eine Diskussion auch zu diesem Thema anregen. In diesen Schlussfolgerungen finden vor allem Menschen mit Behinderung und deren Status am Arbeitsmarkt besondere Beachtung.

Bei Beschäftigungen im internationalen Bereich sind auch digitale Lösungen eine Hilfe. Die immer stärker werdende Mobilität von Arbeitskräften verlangt auch, dass wir uns für die Gefahren möglichen Missbrauchs rüsten und Best Practice entwickeln sollten, um die Integration ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie deren Familien in den Mitgliedstaaten zu erleichtern. Ebenso können die Behörden durch Information ihrerseits auf die Mobilität von Arbeitskräften einwirken. Während des finnischen Vorsitzes feiert auch die Weltarbeitsorganisation ILO ihr 100-jähriges Bestehen, wozu der finnische Vorsitz Schlussfolgerungen des Rates erarbeiten wird, in denen die Probleme und Lösungen des weltweiten Einsatzes von Arbeitskraft breiter erörtert werden.

Weitere Informationen

Pauliina Porkka, Ministerialrätin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 295 048 278, [email protected]

Liisa Heinonen, Regierungsrätin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 295 064 131, [email protected]

Riikka-Maria Turkia, Fachreferentin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +32 2 2878 583, [email protected]