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Mehr Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen durch grenzüberschreitendes Crowdfunding

Die EU plant ein gemeinsames Regelwerk für Anbieter grenzüberschreitender Plattformen für Crowdfunding. Betreiber elektronischer Crowdfunding-Plattformen könnten ihre Dienstleistungen in allen Mitgliedstaaten anbieten, sofern sie dafür eine Genehmigung einholen. So können sie ihr Geschäftsmodell auf das gesamte Unionsgebiet ausweiten.

Die Stellung von Investoren würden durch ein Regelwerk gestärkt, das u. a. das Testen von Kompetenz und Verlustdeckungsfähigkeit von Investoren, die Zurverfügungstellung von Informationen für Investoren sowie Geschäftsführung, Risikomanagement und Aufsicht der Diensteanbieter betreffen sollte.

Über Crowdfunding werden verhältnismäßig kleine Summen von einer großen Anzahl an Menschen online gesammelt. Das von der EU geplante Regelwerk würde Plattformen betreffen, die grenzüberschreitend Investoren mit Unternehmen, die Investitionen suchen, zusammenbringen. Von diesem Regelwerk wären nur kredit- sowie investitionsbasiertes Crowdfunding, also Crowdlending und Crowdinvesting, betroffen.

Leichterer Zugang zu Finanzierungen

Mit dem neuen Regelwerk bemüht sich die EU um eine Ausweitung der Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Ups und KMUs. So kann das Wirtschaftswachstum angekurbelt und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Für Investoren würde das Regelwerk ein Mehr an Investitionsmöglichkeiten bedeuten.

Der Rat der EU konnte eine politische Einigung zur EU-Gesetzgebung erzielen. Finnland hat sich die ehestmögliche Aufnahme von Trilogverhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Kommission zum Ziel gesetzt und bemüht sich um einen Abschluss der Verhandlungen noch während seines Vorsitzes.

Teil der Entwicklung des Binnenmarktes

Das Regelwerk zum Crowdfunding ist Teil der Bestrebungen zur Weiterentwicklung des Binnenmarktes. Es ist auch eng mit dem FinTech-Aktionsplan der EU-Kommission für technologiegestützte Innovationen bei Finanzdienstleistungen verknüpft.

Am 8. März 2018 legte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung über Europäische Crowdfunding-Dienstleister für Unternehmen vor. Gleichzeitig legte die Kommission einen Vorschlag für Änderungen in der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente vor.

Pressemitteilung der Kommission (8.3.2018)
Informationen zu Crowdfunding auf der Website der Kommission (auf Englisch)

Weitere Informationen

Paula Kirppu, Fachreferentin, Gesetzgebung, Finanzministerium, Tel.: +358 295 530 552, [email protected]