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Digitalisierung und künstliche Intelligenz in der Verteidigung

Die rapide technologische Entwicklung, künstliche Intelligenz sowie Digitalisierung verändern unsere Gesellschaft grundlegend und in vielen Bereichen. Auch der Verteidigungsbereich kann diesen Trends nicht entgehen, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Neue Technologien stellen Verteidigungsstrukturen weltweit vor die Herausforderung, neue Arbeitsabläufe zu entwickeln, um modernen Notwendigkeiten nachzukommen.

Europa darf dieser Entwicklung nicht hinterherhinken und muss deren Chancen zur Weiterentwicklung militärischer Fähigkeiten nutzen. Außerdem haben sich die EU-Mitgliedstaaten auf neue Gefahren dieser Entwicklung, wie Cyberbedrohungen zu konzentrieren. Es benötigt zudem einer Diskussion über die ethischen und rechtlichen Fragen hinsichtlich Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.

Kompetenzen und Kooperationsmöglichkeiten benötigt

Der finnische Ratsvorsitz möchte unter den EU-Mitgliedstaaten eine Diskussion über die Auswirkungen von KI-Entwicklung und Digitalisierung auf dem Verteidigungssektor anregen. So soll ein Bewusstsein über die vorhandenen Instrumente der Union zur Weiterentwicklung europäischer Kompetenz und neuer Technologien geschaffen werden. Darüber hinaus ist es wichtig, Kooperationsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Union als auch gemeinsam mit Partnern wie der NATO und den Vereinigten Staaten zu finden.

Finnland hat gemeinsam mit Partnerländern ein Gedankenpapier über Digitalisierung und KI im Verteidigungsbereich angefertigt: Gedankenpapier Finnlands, der Niederlande, Frankreichs, Deutschlands und Estlands „Digitalization and Artificial Intelligence in Defence“ (pdf, auf Englisch)

Angelegenheit in verschiedenen Foren zur Behandlung

Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini hat das Global Tech Panel eingeladen, innovative Lösungen und Herausforderungen im Bereich der KI auch im Bereich Verteidigung zu erörtern.

Die Europäische Verteidigungsagentur EDA hebt KI in ihren technologischen Analyse- und Planungstätigkeiten bereits stark hervor. Forschung und Technologie wiederum können u. a. aus dem Europäischen Verteidigungsfonds finanziert werden. Auch der Militärausschuss der EU und der Militärstab der EU sind zentrale Organe.

Digitalisierung und KI auf den Tagungen des finnischen Ratsvorsitzes:

EU2019FI-Hintergrund: Sicherheit und Verteidigung: Neue EU-Initiativen 

Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien (EUISS): „AI – What implications for EU Security and Defence” (auf Englisch)

Weitere Informationen

Elina Saarimaa, Fachreferentin, Verteidigungsministerium, Tel.: +358 295 140 352, elina.saarimaa(at)defmin.fi
Janne Jortama, Oberstleutnant, Generalstab der finnischen Streitkräfte, Tel.:  +358 299 510 576, janne.jortama(at)mil.fi