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Digitalwirtschaft

Die Digitalwirtschaft zählt zu den Hauptfaktoren für den Erfolg der EU im internationalen Wettbewerb. Das Potential, das die Daten- und Plattformwirtschaft, KI sowie weitere aufsteigende Technologien bieten, muss vollständig genutzt werden, um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und nachhaltige Beschäftigung zu erzielen und die Klimakrise zu bekämpfen.

Die EU muss nach einer globalen Führungsposition in der Digitalwirtschaft trachten. Sie muss umfassend eine Digitalwirtschaft anstreben, die nachhaltig, sicher, zuverlässig und wettbewerbsfähig ist und die Menschen miteinbindet. Die Digitalisierung muss gefördert werden und als bedeutendes Stück der Funktionsweise und Wettbewerbsfähigkeit des EU-Binnenmarktes durchgängige Berücksichtigung erfahren.

Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ treibt Digitalwirtschaft voran

Die zukünftigen politischen Maßnahmen müssen eine schnellere Umsetzung digitaler Technologien und Lösungen in Wirtschaft und Gesellschaft sowie bessere Sensibilisierung für diese auch unter KMUs zum Ziel haben. Es müssen digitale Sicherheit und digitales Vertrauen geschaffen und sichergestellt werden und es muss spürbar in digitale Kompetenzen investiert werden.

Bemerkenswert ist, dass die Digitalisierung von Industrie und Dienstleistungssektor eine bedeutende Rolle bei der Förderung von Innovationen sowie dem Schaffen von Mehrwert spielt.

Zukünftige politische Maßnahmen werden vom finnischen Vorsitz vor allem im Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ vorangetrieben. Ziel ist es, im Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ eine umfassende Ausrichtung zu den Themen Binnenmarkt, Industriepolitik, Forschungs- und Innovationspolitik sowie Digitalwirtschaft zu erreichen.

Eine schnellere Datenwirtschaft durch Datenmobilität und Datenökosysteme

Die europäische Datenpolitik muss als Wegbereiter für neue, den europäischen Werten entsprechende Dienstleistungen genutzt werden. Es müssen Anreize für Betriebe und Unternehmerinnen geschaffen werden, Daten zu teilen und gemeinsam zu verwenden, und die Attraktivität des Standort Europas als Investitionsumfeld für Datengeschäftsmodelle bewahrt werden. Die Datenmobilität muss sowohl auf dem Binnenmarkt als auch global verbessert werden.

Um Europa zu einem bedeutenden Akteur in einer globalen Digitalwirtschaft zu machen und auf die Bedürfnisse des Unternehmertums eingehen zu können, müssen wir eine Strategie erarbeiten, die sowohl die Entwicklung des regulativen Umfeldes für Daten als auch die Förderung von innovativer und gerechter Datennutzung umfasst. Die Datenwirtschaft muss gemäß umfassender Prinzipien weiterentwickelt werden. Diese Prinzipien haben u. a. die Verfügbarkeit, das Teilen, die Nutzung, Wiederverwertung, Kompatibilität, Konsistenz von Daten zu betreffen und müssen einen vertrauenswahrenden Effekt in Hinblick auf die Datenverarbeitung haben.

Auch der öffentliche Sektor muss seine Prozesse modernisieren und die Geschäftsbedingungen für Unternehmen verbessern, indem er die Entwicklung von einfach anwendbaren, in erster Linie digitalen, dienstleistungs- und unternehmensorientierten Ökosystemen für Dienstleistungen beschleunigt und Unternehmen an der Entwicklung von Dienstleistungen beteiligt.

Künstliche Intelligenz und Vertrauen – die treibenden Kräfte der europäischen Innovationswirtschaft

Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind zentrale Elemente für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU. Das Internet der Dinge, KI und weitere aufstrebende Technologien bieten sowohl neue Chancen für die europäische Wirtschaft als auch Maßnahmen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Der finnische Vorsitz ist bestrebt, die Anwendung von KI auf allen Sektoren zu fördern und die Schaffung von KI-basierten Lösungen, die auf die Bedürfnisse der Gesellschaft abgestimmt sind und die Wettbewerbsfähigkeit stärken, voranzutreiben.

Das für die nächste Finanzierungsperiode der EU 2021–2027 geplante Programm „Digitales Europa“ trägt seinerseits zur Erreichung dieser Ziele bei. Es fördert europaweit die digitale Modernisierung von Unternehmen vor allem im Bereich der KMU und stützt die Infrastruktur u. a. für das Testen von Hochleistungsrechnen und KI-basierten Prozessen. Um diese Ziele zu erreichen müssen außerdem erfolgreiche Partnerschaften zwischen öffentlichem und privatem Sektor (ÖPP) geschlossen, ein gemeinsamer europäischer Ansatz für die Anwendung, Entwicklung und Inbetriebnahme von KI erarbeitet sowie in die Entwicklung der KI-Forschung investiert werden.

Europa muss sich durch ethische Nutzung von KI einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und sich am internationalen Wettbewerb beteiligen. Ethische Leitlinien sind als Chancen der KI-Innovation in Europa zu sehen. Die Schaffung eines Geschäftsumfeldes, in dem KI zuverlässig und verantwortungsvoll genutzt werden kann, ist essentiell.

Cybersicherheit als eine der Prioritäten des finnischen Vorsitzes

Der finnische Vorsitz wird außerdem die Verhandlungen zur Verordnung über die Einrichtung eines Forschungs- und Kompetenzzentrums für Cybersicherheit sowie eines diesbezüglichen Netzwerkes fortsetzen. Dieses Zentrum soll der Koordination von Forschung und Innovation im Bereich der Cybersicherheit dienen. Es ist auch das wichtigste Element der EU für das Zusammenführen von Investitionen in die Entwicklung von Forschung, Technologie und der Industrie im Bereich Cybersicherheit. Das Kompetenznetzwerk Cybersicherheit soll aus nationalen Koordinierungszentren bestehen.

Hintergrund

Digitaler Binnenmarkt der EU (auf Englisch)

Digitale Wirtschaft und Gesellschaft der EU (auf Englisch)

Digitaler Binnenmarkt: Künstliche Intelligenz (auf Englisch)

EU-Forschungs- und Kompetenzzentrum sowie Netzwerk für Cybersicherheit (auf Englisch)

Weitere Informationen

Nina Alatalo, leitende Referentin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, [email protected], Tel.: +358 50 431 8015

Antti Eskola, Handelsrat, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 295 064 820, [email protected]

Maikki Sipinen, Referentin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 047 013, [email protected]

Satu Vasamo-Koskinen, Fachreferentin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 295 047 073, satu.vasa[email protected]

Sirpa Alitalo, Industrierätin, Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, Tel.: +358 295 063 680, [email protected]