Menu

EU bereitet sich auf UN-Biodiversitätsziele vor

Im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt sollen im Oktober 2020 neue Ziele für 2030 gesetzt werden. Dies soll auf der UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) im chinesischen Kunming durch die Vertragspartner des Übereinkommens geschehen. Neue Ziele werden deshalb vorbereitet, da die aktuellen so genannten Aichi-Ziele nun auslaufen.

Die diesbezüglichen Verhandlungen sind bereits im Gang. Der finnische Vorsitz im Rat der Europäischen Union koordiniert die Position der EU.

Eine offene Arbeitsgruppe, in der sowohl die Vertragspartner der Biodiversitätskonvention, NGOs, indigene Völker und Unternehmen sowie Forscher vertreten sind, zeigt sich für die Vorbereitung der Verhandlungen verantwortlich. Diese Phase wird als globaler Rahmen für die biologische Vielfalt für den Zeitraum nach 2020 bezeichnet (engl. Post-2020 global biodiversity framework).

Ambitionierte Schlussfolgerungen für die biologische Vielfalt als Ziel

Die Schlussfolgerungen des Rates, über die die Umweltministerinnen und -minister am 19. Dezember 2019 eine Einigung erreichen sollen, sind ein zentrales Element des finnischen EU-Ratsvorsitzes und sollen der EU als Leitlinie für die internationalen Verhandlungen im Jahr 2020 dienen.

In ihnen hebt der Rat den kritischen Zustand der biologischen Vielfalt hervor und unterstreicht, dass es ambitionierter, messbarer und realistischer internationaler Ziele bedarf, um den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen. Darüber hinaus ruft der Rat die Mitgliedstaaten der EU sowie Regionen und Gemeinden, Wirtschaftstreibende und NGOs zu Maßnahmen und Bekenntnissen zum Schutz der biologischen Vielfalt auf.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten wollen im Handeln zugunsten der biologischen Vielfalt Führungsstärke zeigen.

Schlussfolgerungen geben Richtung für Biodiversitätsstrategie vor

Die Europäische Kommission hat mit der Ausarbeitung einer neuen, bis ins Jahr 2030 reichenden Strategie für die biologische Vielfalt begonnen. Sie möchte diese Strategie innerhalb der ersten hundert Tage ihrer Amtszeit als Teil des Europäischen Grünen Deals veröffentlichen. Die Schlussfolgerungen des Rates dienen hierbei als Leitlinie für die Ausarbeitung der Strategie.

Diese Strategie und das dazugehörige Aktionsprogramm sind als europäisches Äquivalent zu den neuen internationalen Zielen zu verstehen. Durch sie will die EU ihr Bekenntnis zu ambitionierten Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt unterstreichen und ihre Maßnahmen zur Erreichung internationaler Ziele bis 2030 verstärken.

Neben der EU-Strategie verfügen die Mitgliedstaaten auch über nationale Strategien und Aktionspläne (NBSAPs) zur Umsetzung der Ziele des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt.

Preparations for the Post-2020 Biodiversity Framework

Pressemitteilung der Kommission über den Europäischen Grünen Deal

Pressemitteilung der Europäischen Umweltagentur über den Zustand der Umwelt in Europa 2020

Weltbiodiversitätsrat IPBES: Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services

Weitere Informationen

Marina von Weissenberg, Ministerialrätin (Umwelt), Umweltministerium, [email protected], Tel.: +258 295 250 321

Antonios Sfakiotakis, Fachreferent, Umwelt und Klima, Ständige Vertretung Finnlands bei der EU, [email protected], Tel.: +32 470 914 290