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Gleichstellungspolitik der Zukunft in der EU

Finnland will während seines EU-Ratsvorsitzes die Diskussion über die Gleichstellungspolitik der Zukunft in der Europäischen Union vertiefen. Gleichzeitig will Finnland insbesondere die Verbindung zwischen Wirtschaftspolitik und Gleichstellungspolitik stärken.

Finnland hält den Vorsitz in einer diesbezüglich wichtigen Phase inne, wenn die neue Kommission ihre Arbeit im Herbst 2019 aufnimmt und die EU sich auf einen neuen Programmplanungs- und Finanzierungszeitraum vorbereitet. Gleichzeitig enden das aktuelle strategische Engagement der Kommission für die Gleichstellung der Geschlechter (2016–2019) und der Aktionsplan zur Bekämpfung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles (2017–2019).

Ziel ist, die Gleichstellung der Geschlechter stärker in die Beschlussfassung der EU und in die zentralen Zukunftsprozesse einzuführen, wie in die Vorbereitung der Zeit nach der Strategie Europa 2020 sowie insbesondere in die Wirtschaftspolitik der EU. Viele Gleichstellungsfragen der Zukunft betreffen in der EU eben die Verbindung zwischen Wirtschaft, sozialer Dimension und der Gleichstellung der Geschlechter.

Gleichstellung der Geschlechter verstärkt nachhaltiges Wirtschaftswachstum

Finnland betont zwei Aspekte in der Beziehung von Wirtschaft und Gleichstellung der Geschlechter. Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums. Ein Ziel ist gleichzeitig, die Wirtschafts- und Haushaltspolitik so weiterzuentwickeln, dass sie die geschlechtsspezifischen Auswirkungen berücksichtigt. Viele Studien der EU und verschiedener internationaler Organisationen zeigen, dass die Gleichstellung der Geschlechter und die Beschäftigung von Frauen ein gerechtes Wirtschaftswachstum fördern.

In den EU-Mitgliedstaaten sind Instrumente entwickelt worden, um Auswirkungen der Wirtschafts- und Haushaltspolitik auf die Gleichstellung der Geschlechter zu bewerten und zu beurteilen, wie dadurch die Beschlussfassung weiterentwickelt werden kann. Besonders wichtig ist es, konkrete Instrumente zu finden und die sektorübergreifende Verwaltungszusammenarbeit zu verstärken, um diese Ziele in der EU zu erreichen.

Hochrangige Konferenz zur EU-Gleichstellungspolitik in Helsinki

Während des finnischen EU-Ratsvorsitzes wird die Verbindung zwischen Wirtschaft und Gleichstellung der Geschlechter bei Konferenzen und Fachtagungen sowie mit Schlussfolgerungen des Rates untermauert. Finnland organisiert während seines EU-Ratsvorsitzes die Hochrangige Konferenz „Europe for Gender Equality? Taking Stock – Taking Action“ vom 30. September. bis 1. Oktober 2019 in Helsinki.

Die Haupthemen der Konferenz sind die Leitlinien der künftigen Gleichstellungspolitik der EU sowie die Beziehung zwischen Gleichstellung und Wirtschaft unter verschiedenen Gesichtspunkten.  Aspekte sind unter anderem die Verstärkung von durchgängiger Berücksichtigung der Geschlechtergleichstellung und der sektorübergreifenden Verwaltungszusammenarbeit, Investitionen im Sinne der Gleichstellung und die Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts bei der Haushaltsplanung.

Auf der Tagung der hochrangigen Gruppe für Gender Mainstreaming (2–3.9.2019 in Helsinki) wird insbesondere die Frage gestellt, wie die Aspekte der Gleichstellung in der Beschlussfassung der EU stärker berücksichtigt werden können. Der Entwurf der Schlussfolgerungen des Rates über die Gleichstellungspolitik der Zukunft in der EU wird auf der Grundlage der 25-jahresbewertung der UN-Aktionsplatform von Peking vorbereitet.

Weitere Informationen

Eeva Raevaara, Ministerialrätin, Sozial- und Gesundheitsministerium, Abteilung Arbeit und Gleichstellung/Referat Gleichstellung +358 295163205 [email protected]