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Kohlendioxidbindung in landwirtschaftlich genutzten Böden

Kohlendioxidbindung in landwirtschaftlich genutzten Böden ist eine Möglichkeit, mithilfe derer wir die Kohlendioxidemissionen der Landwirtschaft reduzieren und den Klimawandel bekämpfen können.

Sie ist auch das Hauptthema der informellen Tagung der Ministerinnen und Minister für Landwirtschaft von 22. bis 24. September 2019 in Helsinki. Die Ministerinnen und Minister führen dabei einen Gedankenaustausch darüber, wie Kohlendioxidbindung im Erdreich, u. a. anhand der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, besser gefördert werden kann.

Beachtliche Kohlenstoffspeicher in landwirtschaftlich genutzten Böden

Knapp die Hälfte der Fläche der EU wird landwirtschaftlich genutzt, wobei die obersten Bodenschichten landwirtschaftlich genutzter Flächen eine Menge an Kohlenstoff gespeichert haben, die einer Vielzahl der jährlichen Gesamtemissionen der EU entspricht. Auf diese Vorräte müssen wir achtgeben und sie gleichzeitig ausbauen, da sich in den letzten Jahrzehnten die Kohlenstoffspeicher der Felder in der EU verringert haben.

Anbaumethoden und Landnutzung wirken sich auf Kohlendioxidbindung aus

Geschickte Anbaumethoden können dazu beitragen, dass landwirtschaftlich genutzte Böden mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen können. Zu diesen Methoden zählen beispielsweise Winterpflanzendecken, Dauergrünflächen sowie reduzierte Bodenbearbeitung. Diese Methoden sollten in einem größeren Rahmen zur Anwendung kommen und ihre Auswirkungen sollten analysiert und fortlaufend beobachtet werden.

Die Landwirtschaftsministerinnen und -minister möchten auf ihrer informellen Tagung Erfahrungen über Maßnahmen zur Erhöhung der Speicherkapazitäten für Kohlendioxid in den Mitgliedstaaten austauschen.

Auch Unsicherheiten spielen bei der Bindung von CO2 im Erdreich eine Rolle. So kann gebundenes Kohlendioxid beispielsweise wieder in die Atmosphäre entweichen, sollten sich die Anbaumethoden oder die Bodennutzung ändern. Außerdem ist die Messung von Kohlendioxidbindung schwierig und die Auswirkungen getroffener Maßnahmen sind lediglich langfristig sichtbar.

Landwirte profitieren von Kohlendioxidbindung

Die Bindung von Kohlendioxid im Erdreich trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern bietet auch eine Reihe weiterer Vorteile: Sie trägt zur Verbesserung der Bodenqualität bei und stärkt somit den Ertrag. Eine gute Bodenqualität hilft den Landwirten auch bei der Anpassung an den Klimawandel und extreme Wettererscheinungen.

Die Landwirtschaftsministerinnen und -minister möchten auf ihrer informellen Tagung in Helsinki die Diskussionen um den Nutzen von Kohlendioxidbindung sowie diesbezügliche Chancen und Herausforderungen intensivieren, und die Mitgliedstaaten dazu anregen, Kohlendioxidbindung als einen Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik zu fördern.

Weitere Informationen:

Ahti Hirvonen, Referatsleiter, Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Tel.: +358 295 162 337, [email protected]
Tuuli Orasmaa, Fachreferentin, Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Tel.: +358 295 162 056, [email protected]