Menu

Vorbeugung und Abwehr hybrider Bedrohungen

Die EU-Mitgliedstaaten und Institutionen sehen sich mit vielfältigen hybriden Bedrohungen konfrontiert, die schwer zu erkennen und einzuschätzen sind. Zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen müssen Kapazitäten sowohl auf nationaler Ebene als auch auf EU-Ebene gestärkt werden. Wir müssen gemeinsam koordinierte Maßnahmen vorbereiten.

Als Vorsitz bemüht sich Finnland um eine Entwicklung der Krisenfestigkeit der EU sowie um mehr Sensibilisierung für hybride Bedrohungen. Finnland veranstaltet während seines Vorsitzes sowohl auf Minister- als auch auf Beamtenebene Simulationen, die auf imaginären Bedrohungsszenarien beruhen.

Für den finnischen Vorsitz zentral sind:

  • eine konsequentere Arbeitsweise zur Erreichung der politischen Ziele des Europäischen Rates und zur Wirkungsstärkung existierender Instrumente.
  • die Stärkung der EU-NATO-Zusammenarbeit 
  • die Wahrung hochwertiger Cybersicherheit u. a. unter der Berücksichtigung der Inbetriebnahme von 5G-Technologie sowie durch die Stärkung der Cybersicherheit kritischer Infrastruktur und Kompetenzentwicklung im Bereich Cybersicherheit

Hintergrund: Eine langfristige Herausforderung für Gesellschaft und Einigkeit in der EU

Bei hybriden Bedrohungen nutzen staatliche oder nichtstaatliche Akteure verschiedene konventionelle und nichtkonventionelle Methoden in koordinierter Weise, um ein bestimmtes politisches Ziel zu erreichen. Mithilfe hybrider Aktivitäten wird üblicherweise versucht, auf Entscheidungsprozesse Einfluss zu nehmen, Gesellschaften zu schwächen und Einigkeit zu schädigen. Hybride Maßnahmen sind zum Beispiel Cyberattacken, Einflussnahme auf Wahlen und Desinformationskampagnen.

Drei Höhepunkte in der Geschichte der Abwehr hybrider Bedrohungen: 

  1. Die Europäische Kommission und die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik billigten im April 2016 einen Gemeinsamen Rahmen für die Bekämpfung hybrider Bedrohungen und die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der EU. 
  2. Die EU und die NATO einigten sich im Juli 2016 in Warschau auf eine Vertiefung der praktischen Zusammenarbeit.
  3. Das Europäische Kompetenzzentrum für die Abwehr hybrider Bedrohungen in Helsinki nahm seine Tätigkeiten 2017 auf. Das Zentrum fördert die Zusammenarbeit bei der Abwehr hybrider Bedrohungen.

Mehr zu hybriden Bedrohungen und deren Abwehr

EU2019FI-Hintergrund: Gemeinsame Maßnahmen zur Abwehr hybrider Bedrohungen

Europäischer Auswärtiger Dienst: Europe that Protects: Countering Hybrid Threats

Europäische Kommission - Pressemitteilung (6.4.2016) Sicherheit: EU verstärkt Antwort auf hybride Bedrohungen

Europäisches Kompetenzzentrum für die Abwehr hybrider Bedrohungen (auf Englisch)