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Wohlstand und Wissen als Grundsteine inklusiven Wachstums


Trotz der verbesserten Wirtschafts- und Beschäftigungssituation in Europa ist der Fachkräftemangel eine große Herausforderung. Die politischen Bereiche der sozialen Dimension der EU sind zentral für die Verbesserung der Verfügbarkeit von Fachkräften auf dem Binnenmarkt.

Von ihnen profitieren auch jene Menschen, die für den Arbeitsmarkt nicht verfügbar sind, da eine steigende Beschäftigungsrate eine bessere Finanzierungsgrundlage und mehr Stabilität für den Wohlfahrtsstaat bedeutet. Der finnische Vorsitz weist mit Nachdruck darauf hin, dass eines der Grundziele der EU die Gewährleistung des Wohlergehens für die Bürgerinnen und Bürger darstellt. Unser Ziel muss es sein, das europäische Bildungs- und Forschungsniveau an die Weltspitze zu heben.

Für den finnischen Vorsitz zentral sind:

  • bessere Verfügbarkeit von Fachkräften und Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 
  • die Förderung von lebenslangem Lernen gemäß einer dafür zu schaffenden Strategie
  • Fortführung des Erasmus-Programms zur Förderung von Bildung, Kompetenzen und Mobilität 
  • Gespräche über ein europäisches netzwerkartiges „Superunivesitätenmodell“
  • die Förderung der Ökonomie des Wohlergehens, d. h. eines Modells dazu, wie Wohlstand Produktivität und Wirtschaftswachstum fördert
  • die Stärkung der Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt sowie
  • die Förderung der sozialen Inklusion von Jugendlichen

Hintergrund: Rolle der EU bei Beschäftigungs- und Sozialpolitik beschränkt

Das Ziel der Sozial- und Beschäftigungspolitik der EU ist die Verbesserung der Lebensqualität und des Lebensstandards der Bürgerinnen und Bürger. Die EU möchte die Beschäftigung sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern und sicherstellen, dass die Mitgliedstaaten für die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger Sorge tragen. 

Die Hauptverantwortung für Beschäftigungs- und Sozialpolitik liegt allerdings bei den Mitgliedstaaten. Die Rolle der EU liegt in der gemeinsamen Zielsetzung für die Mitgliedstaaten, der Evaluierung nationaler Maßnahmen sowie der Weitergabe von Informationen zu bewährten Praktiken und dem Verfassen von Empfehlungen für die Mitgliedstaaten. Die bisherige EU-Gesetzgebung umfasst lediglich Minimalrechte und -normen. 

Drei Höhepunkte in der Geschichte der Beschäftigungs- und Sozialpolitik der EU: 

  1. Das Europäische Parlament, der Rat der EU und die Europäische Union verabschiedeten auf dem Gipfeltreffen in Göteborg im November 2017 eine gemeinsame Erklärung über die europäische Säule sozialer Rechte.

  2. Die Staats- und Regierungschefs verabschiedeten im Juni 2010 die Strategie Europa 2020. Dabei handelt es sich um eine Beschäftigungs- und Wachstumsstrategie der EU, in der u. a. die Stärkung von Beschäftigung und Bildung sowie Armutsbekämpfung und soziale Eingliederung betont werden. 
  3. Die Koordination der Sozialsysteme wurde schon 1957 im Römischen Vertrag angepeilt. 

Mehr zu den wichtigsten Themen des finnischen Vorsitzes

EU2019FI-Hintergrund: Ökonomie des Wohlergehens in der EU

EU2019FI-Hintergrund: Gleichstellungspolitik der Zukunft in der EU

Mehr zur Beschäftigung und Sozialpolitik der EU

Rat der EU: Rat "Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz"

Europäische Union: Beschäftigung und Soziales